Kakteenhaus

In der Gewächshausanlage wachsen Pflanzen, die aus verschiedenen Vegetationszonen der Erde stammen. Das größte, zentrale Gewächshaus bietet dem Besucher Eindrücke vom immergrünen tropischen Tieflandsregenwald mit riesigen, schattenspendenden Palmen, Feigenbäumen (Ficus spec.), Lianen und üppigem Unterwuchs aus Kräutern und Sträuchern. Es ist unterteilt in Tropenwälder Amerikas (Mittelteil), Ostasiens und Afrikas.

Doch auch in den kleineren Gewächshausabteilungen gibt es noch viel zu bestaunen: Kakteen und andere Sukkulente (Fettpflanzen) – vorwiegend aus den Wüsten und Halbwüsten Amerikas, letztere meist aus der Kapregion – über Gewächse tropischer Sümpfe und Küstensäume, wie dem Mangrovesumpf bis zum Bergregenwald, der die Besucher in ein Reich vielgestaltiger Farnpflanzen der kühlen Höhenlagen tropischer Gebirge entführt.

Außerdem können für uns Europäer wichtige tropische Nutzpflanzen wie Baumwolle, Kaffee, Kakao und Gewürzpflanzen wie Vanille und Zimt näher betrachtet werden.

In einer anderen Abteilung findet der Besucher Aufsitzerpflanzen (Epiphyten) und Lianen – typische Lebensformen der Tropenwälder – z. B. Ananasgewächse, Aronstabgewächse, Kakteengewächse  und Vertreter anderer Familien.

Einzeln, also neben dem oben erwähnten Gewächshauskomplex, stehen das Alpinenhaus mit Hochgebirgspflanzen mediterraner und außereuropäischer Gebirge und das Kanaren-Gewächshaus. Dort findet man etwa im Lorbeerwald besondere Arten aus der Flora der makaronesischen Inseln, von denen Verwandte in Europa im Tertärzeitalter verbreitet waren. Außergewöhnlich an dieser Flora ist ihr Reichtum an Endemiten, also an Pflanzen, die nur dort vorkommen.

Farnhaus

Sowohl in den Gewächshäusern als auch außerhalb sind botanische Kostbarkeiten in Vitrinen angepflanzt:

Vitrine im Palmenhaus

Vitrinen im Gewächshaus:

  • kleinwüchsige Ananas-Gewächse,
  • Vielfalt der Orchideen-Wildformen,
  • zierliche Farne, Moosfarne, Bärlappe

Vitrinen im Freiland:

  • Sukkulente aus Südafrika (Karoo-Gebiet)
  • Fleischfressende Pflanzen,
  • Konvergenz – Gestaltähnlichkeit nicht näher verwandter Fettpflanzen (Sukkulente),
  • Dickblattgewächse der Kanarischen Inseln,
  • ausdauernde Wüstenpflanzen mit speziellen Überlebensstrategien

Für weitere Informationen wird der Führer Botanischer Garten Erlangen – Führer durch die Gewächshäuser empfohlen, der vor Ort erhältlich ist.

Kanarenhaus

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